Bethlehem läuft Marathon in Köln

Der Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem hatte auch dieses Jahr wieder vier Marathonläufer*Innen aus Bethlehem zu Gast, um am Köln-Marathon am 4. Oktober 2026 teilzunehmen. Zwei jungen Frauen und zwei Männer hatten sich für den vollen bzw. den Halbmarathon angemeldet.

Die Stadt Köln lädt jedes Jahr Teilnehmer*Innen aus allen Kölner Partnerstädten ein und übernimmt die Startgebühren. Dank großzügiger Zweckspenden konnten wir die Flugreisekosten übernehmen, sie hier unterbringen und ein wenig begleiten.

Die Sportler aus Bethlehem laufen als Mitglieder der Graswurzel-Bewegung ‚Right‑to‑Movement Palestine‘, die 2012 von zwei Däninnen und einem Palästinenser gegründet worden ist. In Bethlehem kam im April 2013 zum ersten Mal der Marathon zu Stande mit internationaler Beteiligung. Die Anspruchsvolle Strecke mit vielen Höhenunterschieden ist durch die Trennmauer begrenzt, so dass der Parcours dem Halbmarathon entsprach und für den vollen Marathon also zweimal gelaufen werden muss.

Mit dem Laufsport wird von ‚Right to Movement Palestine‘ überall auf der Welt, wohin Läufer*Innen eingeladen werden, sowie in Bethlehem auf das grundlegende Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit hingewiesen.

Unsere Gäste hatten bereits am Marathon in Amman, Jordanien teilnehmen können, aber noch nicht an einem Marathon in Europa. So waren sie sehr begeistert von der schönen Stadt Köln. Das Pastaessen am Vorabend ermöglichte den Sportler*innen viele Teilnehmende aus den anderen Partnerstädten von Köln zu treffen. Die lange Laufstrecke am Rhein entlang erfreute sie ganz besonders, da sie in der Westbank keinen Fluss kennen und zudem gravierende Probleme mit der Wasserversorgung haben. An verschiedenen Stellen entlang der Streck standen Mitglieder unseres Vereins und haben die Läufer*Innen angefeuert, die alle vier mit guten Zeiten die Zielgerade erreichten.

Am Abend trafen wir die Vier im Filmhaus, wo gerade die 5. Palästina‑Filmtage Köln stattfanden. Hier hatten sie die Möglichkeit über Ihre Trainingsbedingungen in Palästina zu berichten, aber vor allem konnten wir zusammen ihren Erfolg feiern.

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