Jiddariya

30 Jahre Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem

Aus diesem Anlass sind Sie herzlich eingeladen zu einer Ausstellung in Köln

Eines Tages werden wir sein was wir wollen     ist eine Zeile aus dem Gedichtband Jiddariya von Mahmoud Darwish (1941-2008), des weltweit bekannten palästinensischen Lyrikers. Mit etwas Glück findet man in palästinensischen Häusern heute noch Jiddariya, direkt auf die Wand gemalte Bilder.

Die hier ausgestellten Bilder sind Teil einer Zusammenarbeit von der Künstlerin Heidi Niehaus und dem palästinensischen Kalligraphen Yasser Saymeh. Die gemeinsame Textgrundlage war der Gedichtband „Jiddariya“. So entstanden in den Jahren 2010 bis 2013 faszinierende Bilder einer Begegnung von östlicher und westlicher Kalligraphie.

Am Anfang eines jeden Bildes standen intuitive kalligraphisch-textlich bezogene Farbimpulse durch Heidi Niehaus, auf die Yasser Saymeh mit Sentenzen reagierte. Beide Künstler waren frei in ihrer Textauswahl. Heidi Niehaus bezog sich auf die englische Übersetzung „Mural“, Yasser Saymeh nutzte den arabischen Originaltext.


ZEIT: 28.April bis zum 23.Mai 2026

ORT: Kirchenraum St. Maternus, Südstadt, Siegfriedstraße 16, 50678 Köln

Vernissage am Montag, 27. April 2026, 19 Uhr


Heidi Niehaus liest aus der bisher unveröffentlichten deutschen Übersetzung von Jiddariya, das Original in arabischer Sprache liest Tharwa Baroud.


Musikalische Begleitung: Hans Niehaus

Vortrag am Mittwoch, 29. April 2026, 19 Uhr

 „Mahmoud Darwish, Heimat und Exil“, Dr. Stephan Millich, Islamwissenschaftler (Universität zu Köln)

Musik: Yaman (Qanun)

Kalligraphie-Workshop am Samstag, 9. Mai 2026 von 14 bis 18 Uhr mit der Künstlerin und Kalligraphin Sara Mousa. (da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bei maria.meiwes23a@gmail.com)

Öffnungszeiten:
Dienstag, Freitag, Samstag    
von 15 bis 19 Uhr,    
Sonntag 15 bis 18 Uhr  

Die Bilder und Drucke können erworben werden.
Der Erlös der Ausstellung geht an soziale Projekte in Bethlehem

Jubiläumsprogramm

Aus dem Vereinsbrief vom 19.02.2021:

Liebe Mitglieder,
liebe Freundinnen und Freunde des Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem,

der Vorfrühling scheint langsam einzusetzen und macht Hoffnung auf einen von hartem Lockdown befreiten Sommer. Noch hält uns allerdings der Lockdown in Atem und macht uns eine persönliche Begegnung sowie Treffen auf Stammtisch und Veranstaltungen unmöglich.

Wir sind allerdings in der Zwischenzeit nicht untätig geblieben, schließlich feiern wir dieses Jahr das 25jährige Bestehen unseres Vereins. Wir haben sowohl in der Planungsgruppe kreOrga als auch im Vorstand getagt (online) und unser Jubiläumsjahr geplant – trotz Corona. Wir haben die Hoffnung, dass wenigstens die zweite Hälfte dieses Jahres 2021 uns mehr Möglichkeiten einräumt als zur Zeit. Die von uns geplanten Veranstaltungen möchte ich Ihnen hier aufzeigen.
(Stand 07.03.2021)

  • Eine Führung über Melaten zu unseren Gründungsvätern & in Maria im Kapitol, der Kirche mit dem identischen Grundriss zur Geburtskirche – mit Günter Leitner
  • „Bethlehem zwischen Kultur und Widerstand“ – ein Tag im Foyer des Rautenstrauch Joest Museums mit Kulinarischem und Kulturellem wie Musik, Tanz, Kurzfilme und viele Infos aus und über Bethlehem
  • Lesung im Literaturhaus: „Apeirogon“ von Colum McCann
  • Kalligraphie zwischen Orient und Okzident, eine Annäherung zu Texten von Mahmud Darwish
  • Vom 25. bis 27.06.2021 das Vereins-Seminar „Kunst und Kultur in Palästina“ mit Petra Schöning
  • Am 25.09.21 unser jährliches Olivenbaumfest im Innenhof der Kartäuserkirche
  • Am 2. + 3.10.21 die Arabische Buchmesse (zusammen mit Café Palestine Colonia) in der Alten Feuerwache
  • ab 04.10.21 „Übe das Leben Jetzt – Live now“– eine Ausstellung im Spanischen Bau des Rathauses
  • Am 19.10.21 zeigen wir den Film „Five Broken Cameras“ im Allerweltskino, OFF Broadway, Zülpicher Str. 24.
  • Ein sechstägiges Studienseminar in Berlin: „Deutschland und die Krise im Nahen Osten“ mit Heinz-Rudolf Hönings
  • Und hoffentlich klappt vom 25.10. bis 04.11.21 die Bürgerreise nach Bethlehem/Palästina mit Petra Schöning

Bitte beachten Sie, dass alle Veranstaltungen nur stattfinden, soweit es die Situation unter der Pandemie zulässt.
Sie erhalten von uns zu den einzelnen Veranstaltungen zur gegebener Zeit weitere Informationen.

Ich danke allen, die an der Planung dieses Jubiläumsprogramms mitgewirkt haben, insbesondere Stefan Dencker, der für uns die Koordination der Planungsgruppe und der Veranstaltungen übernommen hat.

Wie sieht die Situation in Bethlehem und in Palästina aus? Das Verblüffende zuerst: Bethlehem versinkt zur Zeit im Schnee! Es gibt wunderschöne Bilder dazu. Auf der anderen Seite gehört Bethlehem zu den am schwersten von Corona betroffenen Gebieten. Bis Anfang Februar gab es 50 Tote in Folge der Pandemie zu verzeichnen. Die Wirtschaft, die zu 85% am Tourismus hängt, liegt am Boden. Mehrfach wurden strenge Lockdowns verhängt.

Während Israel die höchste Impfquote der Welt hat, steht Palästina in dieser Hinsicht praktisch bei Null. Erst am 1. Februar wurden 2000 für Palästina aus Russland bestimmte Impfstoffdosen von Israel an Palästina ausgeliefert, 3000 sollen folgen. Insgesamt sollen 50 000 des Sputnik-Vakzins für Palästina bereitgestellt werden, weil in Palästina die Infrastruktur für die Kühlung von BioNTech und Pfizer fehlt. Allerdings reicht das längst nicht aus, im Westjordanland und Gaza leben insgesamt über 6 Mio Palästinenser.

Was die politische Situation betrifft, versieht die Neue Züricher Zeitung einen ausführlichen Artikel vom 01.02.21 darüber mit der Schlagzeile: „Tunnel um Tunnel, Straßen um Straßen untergräbt Israel einen künftigen palästinensischen Staat.“ Die Zeitung fährt fort: „Im Großraum von Jerusalem und in Teilen des besetzten Westjordanlandes wird zur Zeit gebaut, was das Zeug hält. Damit will die israelische Regierung eine Millionen Siedler anlocken…“ Gleichzeitig teilt sie auf diese Weise das Jordanland in zwei separate Teile. Bereits Mitte Januar hat die israelische Regierung für dieses Projekt 780 Wohnungen genehmigt.

Sie sehen: Auf vielen Ebenen benötigt Bethlehem/Palästina unsere Solidarität. Unser Jubiläumsjahr hat auch in dieser Hinsicht einen wichtigen Auftrag.

Ihnen allen herzliche Grüße. Bleiben Sie bei guter Gesundheit!
Michael Kellner, Geschäftsführung Städtepartnerschaftsverein

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