Dies ist eine Fotoausstellung, die das reiche kulturelle und soziale Gefüge Bethlehems einfängt. Die Ausstellung wurde organisiert anlässlich 30 Jahre Städtepartnerschaft Köln-Bethlehem und 25 Jahre Partnerschaft der Universität Bethlehem mit der Katholischen Hochschule Köln. Es ist eine Hommage an die Orte und Menschen, die für die Identität und das Erbe Bethlehems von zentraler Bedeutung sind.
Mit dokumentarischem Ansatz nutzt der palästinensische Fotograf Elias Halabi seine Kamera als Erzählmittel. Damit beleuchtet er das Alltagsleben, die Räume und die Menschen der Stadt. Seine Bilder spiegeln die Schönheit der Naturlandschaft Bethlehems, sein architektonisches Erbe und die dauerhafte Präsenz seiner Kirchen, Moscheen und Klöster wider. Die Ausstellung zeigt auch intime Porträts von Einwohnern bei ihren täglichen Verrichtungen – Szenen, die sonst vielleicht unbemerkt oder nicht dokumentiert worden wären.
Halabis akademische Ausbildung in Soziologie und Psychologie, kombiniert mit seiner tiefen Leidenschaft für die Fotografie, prägt seine Auseinandersetzung mit den soziokulturellen Aspekten des Lebens in Bethlehem und in ganz Palästina. Beim Studium der fotografischen Archive der Region fiel Halabi eine Lücke auf: Die meisten Sammlungen konzentrierten sich auf historische Architektur, nostalgische Bilder oder politische Themen. Diese Beobachtung inspirierte ihn dazu, einen stärker nuancierten visuellen Dokumentations-Beitrag zu leisten, der sich auf die gelebten Erfahrungen und kulturellen Ausdrucksformen seiner Gemeinschaft konzentriert.

Als Fotograf und visueller Geschichtenerzähler aus Bethlehem, Palästina, verwende ich mein Objektiv, um das reiche kulturelle Erbe, die Unverwüstlichkeit und die komplizierte Komplexität des palästinensischen Lebens zu dokumentieren und zu vermitteln. Meine Arbeit ist ein Zeugnis für den beständigen Geist meines Volkes und verbindet künstlerische Exzellenz mit ergreifenden Erzählungen.
Meine Kunst ist eine Reise durch die Straßen, Häuser und Herzen von Bethlehem. Mit meiner Fotografie versuche ich, Momente einzufangen, die Bände sprechen über die Schönheit, die Kämpfe und den unerschütterlichen Geist meiner Gemeinschaft. Meine Arbeit wird von dem Wunsch angetrieben, die Geschichten Palästinas zu bewahren und weiterzugeben, um den kulturellen Reichtum und die Widerstandsfähigkeit, die uns ausmachen, hervorzuheben.
Für mich ist die Fotografie mehr als nur ein Medium – sie ist eine kraftvolle Sprache, die Grenzen überwindet und ein Fenster in die Seele einer Nation öffnet. Jedes Foto ist eine Einladung, das Ungesehene zu sehen, das Unausgesprochene zu fühlen und die tief verwurzelten Verbindungen zu verstehen, die uns als Volk verbinden.
Meine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit gezeigt. Darunter in Palästina, dem Vereinigten Königreich, den USA, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Deutschland, Irland und Chile. Jede Ausstellung war eine Gelegenheit, die palästinensische Geschichte mit einem breiteren Publikum zu teilen und durch visuelle Kunst Verständnis und Empathie zu fördern.
In jedem Bild strebe ich danach, ästhetische Schönheit mit erzählerischer Tiefe zu verbinden und den Betrachter einzuladen, sich mit der palästinensischen Erfahrung zu verbinden. Meine Kunst ruft zu einem tieferen Verständnis für die menschlichen Geschichten auf, die unsere Existenz bestimmen und zu einer Wertschätzung des kulturellen Erbes, das trotz aller Herausforderungen weiter gedeiht.

ist eine palästinensische Fotografin, die in einem Dorf in der Nähe von Bethlehem lebt. Sie entdeckt, wie sehr es sie reizte, einfache, spontane Momente voller echter Emotionen einzufangen. So beschloss sie, ihrer Leidenschaft für die Fotografie nachzugehen und schrieb sich für einen Diplomstudiengang in Fotografie an der Dar Al-Kalima University ein.
Seit sie ihre erste Kamera erhalten hat, widmet Bayan ihre Zeit der Weiterentwicklung ihrer fotografischen Fähigkeiten. Sie konzentriert sich dabei auf Porträts, den Alltag und die palästinensische Landschaft. Ihre Arbeit zeichnet sich durch Authentizität, Einfachheit und Wärme aus.
Bayan fühlt sich besonders dazu hingezogen, Menschen in ihrem Alltag zu fotografieren. Sie fing vor allem Kinder und dabei ihre natürliche Unschuld und ihr aufrichtiges Lächeln ein. Sie dokumentiert auch Szenen aus dem täglichen Leben und porträtiert Menschen auf der Straße und bei ihren gewöhnlichen Routinen.
Durch ihre Linse möchte Bayan die Schönheit des wirklichen Lebens hervorheben und die palästinensische Identität und Kultur jenseits von Stereotypen präsentieren. Sie glaubt, dass die Fotografie ein kraftvolles Medium für das Erzählen von Geschichten und die Selbstdarstellung ist.
Obwohl sie noch am Anfang ihrer Reise steht, arbeitet Bayan weiterhin an persönlichen Fotoprojekten und strebt danach, sich weiterzuentwickeln und in Zukunft an lokalen Ausstellungen teilzunehmen.
Diese Ausstellung ist zu sehen
vom 01.06. bis 31.08.2026 | Mo – Fr 06-20 Uhr | Samstag 08-18 Uhr
in der katho am Standort Köln, Wörthstraße 10, 50668 Köln
Die Ausstellungseröffnung findet im Rahmen einer Jubiläumsfeier statt am
18.06.2026 von 14:30 bis 17.30 Uhr