Ghirass Cultural Center

Die Idee des Ghirass Cultural Center (GCC) entstand 1990 durch zwei Frauen: Ibtisam Alzoghayyer von der Bethlehem Arab Society for Rehabilitation’s (BASR) und der norwegischen Sozialarbeiterin Ingunn Tjore. Beide erlebten zusammen an der Basis, also auf der Straße, welche Notwendigkeit für die Kinder bestand, einen sicheren Ort zu schaffen. Und so nannten sie das Zentrum „Ghirass“, was „Setzling“, „junge Pflanze“ bedeutet.

Aus Wegwerfartikel gebastelt
Upcycling wird mit den Kindern kreativ umgesetzt

Ein Grund zur Gründung war die sich verschlimmernde politische Situation unter israelischer Besatzung. Ausgangssperren, Schließung der Schulen, täglich zahlreiche Verhaftungen, Demütigungen und Tötungen haben die Kinder negativ beeinflusst. Sie spielten in vermüllten Straßen mit gefährlichen Objekten, die sich zu möglichen Konfrontationen mit Soldaten nutzen ließen und somit wiederum zu lebensbedrohlichen Situationen führten.

Petterson & Findus oder Pippi Langstrumpf sind auch auf arabisch viel gelesene Lektüre
Lesen wird hier sportlich und kreativ gefördert

Der zweite Grund war ein Ausgleich zum palästinensischen Lehrplan mit seinem Schwerpunkt auf der akademischen Ausbildung. Es bestand also ein großer Bedarf, die schulische Bildung mit kreativen Angeboten zu ergänzen, um den körperlichen, künstlerischen und sozialen Fähigkeiten der Kinder gerecht zu werden und sie zu fördern und zu fordern.
Das Kursangebot umfasst Musik, Volkstanz, Theater, Fremdsprachen, Computertraining, Leseförderung sowie spezielle Unterstützung für Kinder mit Lernschwierigkeiten. Die Einrichtung steht allen Kindern mit oder ohne Behinderungen offen.

Auf unseren Reisen haben wir dieses lebendige Zentrum immer wieder besucht. Und immer wieder haben uns die Jungen und Mädchen großartige Tanzaufführungen geboten. Wir waren beeindruckt von der Ruhe, Freude und Begeisterung, die die Kinder und Jugendlichen dabei ausstrahlten. Die Tanzgruppe war bereits in England, Frankreich und Norwegen. Gerne würde sie auch nach Köln kommen. Ob wir das in die Tat umsetzen können?



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